Hike 2014   02Am Wochenende vom 05. bis 07. September wanderten einige Mitglieder des Stamms die gesamte Strecke des Rotweinwanderwegs im Ahrtahl ab, von Bad Bodendorf bis nach Altanahr. Trotz des schlecht angesagten Wetters hatten wir mal wieder Gl├╝ck und es nieselte nur ein einziges mal.

Ein Wanderbericht ist unter "Weiterlesen" zu finden. Au├čerdem sind einige Fotos von dem Hike in unserer Galerie zu finden. Eine ├ťbersicht des Weges ist hier zu finden: Komoot

Mit Planen, Brot, Salami, Schinken und Wein best├╝ckten Rucks├Ącken (und einem Affen) ging es Freitags Nachmittags vom Bahnhof Bad Bodendorf los. Unmittelbar nach dem Start wurden die ersten 150 der insgesamt 1300 (!) H├Âhenmeter des Wochenendes in Angriff genommen. Der Blick von der Landskrone auf Heppingen und Bad Neuenahr war die Anstrengung jedoch wert. Nach dem Abstieg und einem ersten Gruppenfoto zeigte sich, dass auch ein Affe nicht immer alles bei sich beh├Ąlt: Eine Kluft ging verloren, was jedoch erst einige Kilometer sp├Ąter bemerkt wurde. "Egal, wird schon zur├╝ckkommen. Weiter."

Das Tagesziel, Ahrweiler, wurde im Abendgrauen erreicht und das dort stattfindende Weinfest besucht. Einen gem├╝tlichen Schlafplatz fanden wir anschlie├čend in den Weinbergen oberhalb des Orts, wo zuvor jemand an einem Aussichtspunkt mit viel Holz ein Feuerspektakel veranstaltete, was vom Weinfest aus gut zu beobachten war. Holzreste und noch vorhandene Glut transportierten wir weiter zu unserem etwa 100 Meter weiter oben liegendem Schlafplatz. Gekocht wurde mit gekauftem Wasser, da in der Region Bad Neuenahr/Ahrweiler Colibakterien gefunden wurden, was zu einem immer begleitenden Thema des Hike wurde. Die Gnocchi mit Zwiebel-Tomatensauce und Salamiw├╝rfeln waren nach den 18 Tageskilometern eine Wohltat f├╝r den Bauch. In gem├╝tlicher Atmosphere mit Gitarrenspiel klang der Abend aus.

Nach einem kurzen Fr├╝hst├╝ck ging es am n├Ąchsten Morgen weiter Richtung Altenahr, dem Samstag-Tagesziel. Der erste Zwischenstop war das Museum Regierungsbunker oberhalb von Ahrweiler. Die Dauer der Tagesstrecke von "nur" 22km (gestern hatten wir ja schon 18km geschafft) wurde von mehreren kleinen Pausen verl├Ąngert. Das bisher breite Ahrtal-Becken zog sich hinter Ahrweiler zu einem "richtigen Tal" zu. Der Aussichtspunkt Bunte Kuh erlaubte einen herrlichen Blick ├╝ber gesamt Bad Neuenahr/Ahrweiler.

Das Einkehrziel Kloster Marienthal erwies sich f├╝r uns als ungeeignet, also ging es weiter den Rotweinwanderweg entlang, vorbei an Dernau und Rech, wo wir den Wanderweg zugunsten eines Berges, der erklommen werden musste verlie├čen. In Mayscho├č ging es dann wieder in den Ort, wo der einzige Regenschauer des ganzen Wochenendes gefahrlos vor├╝berzog. Hinter Mayscho├č wurde dann der Weg "abgek├╝rzt", was in einer Steigung von 150 H├Âhenmetern auf 500 Wegmeter resultierte. Der ├ťmerich wurde aber bezwungen und es ging bergab dem Ziel entgegen: Altenahr. Vorbei an der h├Âher gelegenen Ruine der Burg Are kamen wir p├╝nktlich zur Vorabendmesse (wenn denn eine gewesen w├Ąre) an der Kirche an. Nach dem Aufstocken der Vorr├Ąte im ├Ârtlichen Markt und einer Schnitzelmalzeit im Wild Horses Saloon ging es dann n├Ârdlich den Berg hinauf zur Grillh├╝tte St. Martin, welche jedoch privat betrieben wurde. Nach "kurzer Verst├Ąndigung" mit einem anwesenden Verantwortlichen durften wir die Nacht auf dem Gel├Ąnde verbringen, sodass wir die Nacht in einer Kothe, die in einem Pavillion aufgespannt wurde, verbrachten. Da offenes Feuer verboten war, diente eine selbst gebastelte Kerze als Lichtquelle f├╝r den Abend. Die letzten Vorr├Ąte wurden vernichtet und die F├╝├če nach dem anstrengenden Weg endlich aus den Schuhen befreit.

Der Sonntagmorgen begann mit einem kurzen Fr├╝hst├╝ck. Nach dem Zusammenpacken ging es dann wieder in den Ort, wo die Sonntagsmesse - welche leider nicht, wie erhofft, von unserem ehemaligen Vikar Axel Spiller gelesen wurde - besucht wurde. Anschlie├čend ging es mit dem Zug zur├╝ck nach Bad Bodendorf. Die am Freitag verloren gegangene Kluft konnte ebenfalls wiedergefunden werden, da sich der Ort durch das Gruppenfoto und den Zeitpunkt des Bemerkens gut eingrenzen lies.

Alles in Allem hatten wir viel Spa├č zusammen, eine gemeinsame Tour ist immer wieder was feines. Obwohl auf dem Rotweinwanderweg w├Ąhrend des Wochenendes sehr viele Touristen unterwegs waren und auch die Orte entsprechend auf Tourismus ausgelegt sind, kann der Weg f├╝r einen Wochenend-Hike empfohlen werden. Es gibt viele Schutzh├╝tten und Pl├Ątze zum ├ťbernachten, die Gruppe sollte jedoch eine gute Kondition aufweisen.